Spielzeit 2019 endet mit zwei ausverkauften Veranstaltungen

Den Freitag Abend bestritt das Gesangsduo die feisten mit seinem Programm „Adam und Eva“. Die Zuschauer waren begeistert von den hintersinnigen Texten, die sich mit den verschiedensten Themen des Alltags beschäftigten wie beispielsweise die Namensgebung für Kinder. die feisten stehen nicht für laute Comedy sondern für die leisen Töne und Texte mit Tiefgang. Sensationell der „Junggesellenabschied mit 50“, der auf Internetplattformen innerhalb sechs Monaten über 400.000 mal gesehen wurde. Pünktlich zur Pause gab es leider heftigen Regen. Die Zuschauer harrten aus und suchten Schutz unter Schirmen und Vordächern. Nach einer etwas längeren Pause ging es dann bei nachlassendem Regen weiter. Die Zugabe erklang in den wieder klaren Blaubeurer Nachthimmel.

Am Samstag gab es dann einiges Neues und Beeindruckendes aus der Blauhöhle. Die Taucher der ARGE Blautopf berichteten mit vielen imposanten Bildern und wie immer mit launigen Worten von ihren neuesten Tauchgängen in Deutschlands zweitgrößter Unterwasserhöhle. Zuschauer Gerd bewies auf der Bühne als Versuchskaninchen, wie man im Dunkeln durch enge Zwischenräume entlang einer Sicherheitsleine wieder nach draußen kommt. Wir finden, er hat es toll gemacht. Außerdem gab es noch Informationen über das Thema Höhlenrettung, angereichert durch Bilder von der aktuell letzten Rettungsaktion in der Falkensteiner Höhle bei Bad Urach.

Die Spielzeit 2019 bot eine gute Mischung aus Musik, Theater und Kabarett mit vielen phantastischen Künstlern aus Nah und Fern. Mit sieben ausverkauften Veranstaltungen und über 6.000 Zuschauern konnten wir einen Rekord verzeichnen. Künstler und vor allem Zuschauer trotzten zwei Mal dem heftigem Regen, allerding waren das zum Glück nur Ausnahmefälle.

Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen Zuschauern, den phantastischen Künstlern der Spielzeit 2019, unseren teilweise langjährigen Sponsoren und natürlich allen unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern. Auf ein Wiedersehen bei der 16. Spielzeit im nächsten Jahr.

Autor: Michael Hemscheidt

Kabarett und Musik am vorletzten Wochenende der Sommerbühne 2019

Am Freitag, den 2. August 2019, gehörte die Bühne dem bayrischen Kabarettisten Martin Frank. Vor gut besuchter Tribüne erzählt er in launigen Worten von seiner Jugend in Niederbayern, den Anfängen in der bayrischen Landeshauptstadt als Schauspieler und immer wieder vom Leben auf dem Bauernhof in der Nähe von Passau, darüber hinaus von der Oma, die den Pfarrer ruft, als der Enkel der Familie sagt, dass er Schauspieler werden möchte oder wegen der Martin Frank es mit Online-Dating versucht, da man mit 25 Jahren auf dem Land unbedingt schon verheiratet sein sollte.

Am Samstag, 3. August 2019 schließlich großes Theater auf der Sommerbühne. Die Frankfurter Sinfoniker spielten zusammen mit Siggi Schwarz und seiner Band die Meilensteine der Rockmusik. Die Musiker begeisterten die gut gefüllte Tribüne mit vielen Klassikern wie Bohemian Rhapsody, Jump, Stairway to Heaven, Hotel California, Eye of the Tiger, Africa, Final Countdown.

Ausverkaufte Sommerbühne am Sonntag, 3. August 2019. Die Band Harmony & Sound rund um die Sängerinnen Petra Roth, Nina Stemann und Isabell Bindeus rissen das Publikum mit vielen bekannten Popsongs und Musicalmelodien mit. Gut gelaunte Sängerinnen und Musikerinnen und Musiker sorgten dafür, dass der Funke auf die vollen Ränge übersprang. Spätestens bei der Zugabe „Halleluja“ blieb niemand mehr auf seinem Sitz.

Autor: Michael Hemscheidt

Sensationelles Doppelkonzert zur Halbzeit der Spielzeit 2019

Am Freitag, den 26. Juli 2019, spielte der Ulmer Jazztrompeter Joo Kraus mit seiner Band und dem Schwarzwälder Soulstar Max Mutzke ein geniales Konzert vor ausverkauften Rängen. Bestes Sommerbühnenwetter sorgte dafür, dass die Besucher nach dem Ende des Konzerts noch lange die wohl einzigartige Kulisse am Blautopf bei einem Gläschen Wein oder einem Bier genossen. Schließlich war auch ARD-Wetterexperte Sven Plöger im Publikum … was sollte da schon passieren.

Am Samstag legten die Musiker – wieder vor ausverkauftem Haus – dann noch eine ordentliche Schippe drauf. Bestens gelaunte Musiker und ein begeistertes Publikum trotzten immer wieder den gelegentlichen Regentropfen, die „wir einfach weggesungen haben“ so Max Mutzke. Nachdem die Zugabe „It’s a man’s world“ verklungen war und der Abbau begann, zog dann ein Gewitter auf.

Der Sonntag (28. Juli 2019) schließlich gehörte der Literatur. Felix Huby, bekannter Tatort-Drehbuchautor, Spiegel-Redakteur und Schriftsteller erzählte in humoriger Art aus seinem Leben und seiner Zeit als Lokalredakteur in Blaubeuren und las aus seinem Werk „Spiegeljahre“. Gemeinsam mit dem Co-Autor Hartwin Gromes folgte eine Lesung aus dem historischen Roman „Die Kerners“. Timo Staudacher vom SWR führte unterhaltsam und bestens vorbereitet durch das Programm. Musikalisch umrahmt wurde der gediegene Abend – das Publikum saß mit auf der Bühne – von der Helmut Hofmann Jazz Trio.

Autor: Michael Hemscheidt
Foto: Fotofreunde Blaustein (C) Ralf Hinz

Bunter Musik-Mix am 2. Wochenende der Sommerbühne

Nach einem wettertechnisch durchwachsenen ersten Wochenende konnte das 2. Wochenende der Spielzeit mit perfektem Sommerbühnenwetter aufwarten. Zum perfekten Wetter kam ein wohlgewählter, bunter Mix von Bayrischer Musik über Weltmusik aus Afrika bis zum Swing der 1950er Jahre.

Zum Start gab es am Freitag 19. Juli 2019 Loisach Marci. Marcel Engler und Jens-Peter Abele jagten vor gut besuchtem Haus eine Mischung aus Bayerischem Landler mit Hip-Hop und Electrobeat in den Blaubeurer Nachthimmel. Die Kulturbotschafter des Landes Bayern rissen mit ihrer Musik und der unkomplizierte Art das Publikum mit und von ihren Plätzen…Ein Konzerterlebnis der besonderen Art.

Am Samstag 20. Juli 2019 konnten wir dann Biboul Darouiche und die Bantu Jazz Connection auf der Bühne erleben. Weltmusik vom Feinsten, Elemente der afrikanischen Musik kombiniert mit Jazz und Electro. Ein Rhythmus der in die Beine ging. Biboul Darouiche, den viele vielleicht von Klaus Doldingers Passport kennen sang und sorgte für die Percussion. Michael Hornek ebenfalls Gesang sowie Keyboard und verstärkte Biboul bei der Percussion. Linley Marthe am Bass und Roger Biwandu an den Drums vervollständigten die Bantu Jazz Connection. Als Vorgruppe spielte Timura (ehemals Tilufa). Den Kern dieser Band bilden Musiker und Sänger aus Algerien. Getragen von einer eingespielten Rhythmusgruppe dient deren Musik als Basis für gemeinsame Improvisationen.

Den Abschluß am Sonntag 21. Juli 2019 gestaltete die Stadtkapelle Blaubeuren mit Ihrem Programm Just Swing it! Ein vielseitiges Programm von Frank Sinatra über Glen Miller bis hin zu Benny Goodman und auch die „Schwäbische Eisenbahn“ fehlte nicht – einmal in traditioneller Form gespielt vom Dirigenten Martin Traub auf dem Akkordeon gefolgt von eine beswingten Variation. Unterstützt wurde die Stadtkapelle Blaubeuren von den beiden Sängerinnen Nina Stemann und Petra Roth, die mit ihrer Band Harmony and Sound den Abend am Sonntag, den 04. August 2019 auf der Sommerbühne gestalten werden.

Autor: Michael Hemscheidt

Erfolgreicher Start in die 15. Spielzeit

Das erste Wochenende der diesjährigen Sommerbühnenspielzeit war ein perfekter Start – rein Wetter-technisch durchwachsen, aber aus künstlerischer Sicht ein voller Erfolg.

Den Anfang machte am Freitag 12. Juli 2019 mit der legendären Band Kraan. Vor ausverkauftem Haus spielte Hellmut Hattler mit seinen guten Freunden ein faszinierendes Konzert. Leider ging dann der heftige Regen los, aber echte Kraan-Fans lassen sich auch davon nicht abhalten. Kurzerhand bat Hellmut Hattler, „Kommt doch einfach auf die Bühne“. Wer dort keinen Platz fand, harrte unter Regenkleidung auf den Besucherrängen aus. Für alle sicher ein unvergleichlicher und unvergesslicher Konzertabend.

Der Samstag 13. Juli 2019 gehörte dann ganz den Fans der Schwäbischen Mundart. Der Sprachkünstler Dominik Kuhn aka Dodokay erklärte in seinem Programm „Genau mein Ding!“ Nichtschwaben die Eigenheiten der Schwaben und ihrer Sprache. Zum Beispiel den Unterschied zwischen dem Debbich, der auf’m Boda liegt und dem Debbich, mit dem ma sich zudeckt. Aber auch mancher Schwabe lernte einiges Neues. Voll besetzte Ränge lauschten bei angenehmem Sommerwetter dem SV49 bei der Planung seiner nächsten Hocketse.

Der Sonntag 14. Juli 2019 stand im Zeichen des Theaters. Bereits um 14 Uhr gab die Württembergische Landesbühne Esslingen das Stück „Das Lachen der Schönen Lau“, ein Theaterstück für Kinder. Etwa 100 Kinder und Erwachsene lauschten dem Stück, das frei nach Eduard Mörikes Historie der Schönen Lau war.
Am Abend folgte dann die Junge Ulmer Bühne mit dem Live-Hörspiel „Der Tatortreiniger“ nach der gleichnamigen Fernsehserie. Es gab unter anderem die Grimme-Preis gekrönte Folge „Schotty’s Kampf“ sowie die Folge „Die Angehörigen“ zu hören und sehen. Zahlreiche Zuschauer sparten nicht mit Applaus für die geniale Leistung der drei Akteure auf der Bühne.

Autor: Michael Hemscheidt
Foto: Ralf Hinz (Fotofreunde Blaustein)

Besucher und Künstler von Sommerbühne am Blautopf total begeistert

Vielfältiges Programm lockte Zuschauer aus ganz Süddeutschland an
Ehrenamtliches Team plant mit vollem Elan die Spielzeit 2019

Mit einem fulminanten Konzert mit Klaus Doldinger und seiner Band Passport ist die diesjährige Saison der Sommerbühne am Blautopf zu Ende gegangen. Die Veranstalter des Festivals, das ehrenamtlich organisiert wird, haben jetzt eine positive Bilanz gezogen. „Unser vielfältiges Programm mit Kabarett, Jazz, Blues, Gospel, Soul, HipHop und Brass, aber auch dem exklusiven Beitrag der ARGE Blautopf, hat Besucher aus ganz Süddeutschland und weit darüber hinaus angezogen“ teilte Peter Imhof, der Sprecher der Sommerbühne, gegenüber der Presse mit. Mit den Besucherzahlen sind die Verantwortlichen in diesem Jahr jedoch nicht ganz zufrieden. „Wir hatten vier Veranstaltungen, die restlos ausverkauft waren, aber auch Konzerte, bei denen wir uns beim Kartenverkauf sehr schwer getan haben“ berichtete Peter Imhof. Schwierig sei es beispielsweise gewesen, in der Region noch unbekannte Künstler wie Ola Onabulé und Loisach Marci vorzustellen, die bei anderen Festivals vor tausenden von Zuhörern spielen. „Trotzdem möchten wir unseren Besuchern auch solche Künstler präsentieren. Dies ist aber nur möglich, weil wir von zahlreichen treuen Sponsoren unterstützt werden“ so Imhof. Insgesamt haben über 5000 Besucher die 14 Veranstaltungen und das Kinderprogramm besucht. Diese waren total begeistert von dem einmaligen Ambiente, dem ausgezeichneten Ton und der reibungslosen Organisation. Auch in der Künstlerszene hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Sommerbühne am Blautopf ein bezaubernder Platz ist. „Musiker, die sonst nur auf großen Bühnen auftreten, kommen wegen der einzigartigen Atmosphäre zu uns und sind nach dem Konzert total begeistert.“

Vorbereitungen für die neue Spielzeit laufen

Auch im nächsten Jahr möchte das Team um Peter Imhof und Stefan Gebhardt ein interessantes Programm zusammenstellen. „Wir freuen uns über die gute Teamleistung und die beste Stimmung im Aktivenkreis und beginnen schon jetzt mit der Planung der Spielzeit 2019.“ Das Programmteam sondiert dazu die aktuellen Angebote und sucht nach interessanten Acts, die zur Sommerbühne am Blautopf passen. Für die neue Saison möchten die Verantwortlichen Unternehmen aus der Region gewinnen, die von dem Image des Sommerfestivals mit dem außergewöhnlichen Charakter profitieren wollen. Für das Organisationsteam wird auch dringend Verstärkung benötigt. Gesucht werden Ehrenamtliche, die im nächsten Jahr gerne beim Aufbau und Abbau im Technikteam mithelfen, sowie in den Bereichen Werbung und Social Media ihre Ideen einbringen.
Interessenten können sich direkt bei Peter Imhof melden (Telefon 0 73 44/46 24, E-Mail: presse@sommerbuehne.com)

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Brass, Soul und Helden

Auch das zweite Wochenende war Abwechslung auf die Sommerbühne zu hören. Am Freitag brachte das 9-köpfige Slavko Benic Orkestr (SBO) einen satten Bläsersound und funky Töne auf die Bühne. Mit viel Witz und auf musikalisch höchstem Niveau wurden Funk, Jazz und Latin zu einer energiegeladenen Einheit verschmolzen. Die Musiker um den Schlagzeuger Wieland Braunschweiger kommen alle aus Süddeutschland. Für den guten Sound sorgte kein geringerer als Dominik Kuhn, besser bekannt als Dodokay („D Welt schwätzt schwäbisch“).

Am Samstag verzauberte Ola Onabulé das Publikum mit seiner samtigen Soulstimme. Von fein ziselierten höchsten Tönen bis zum satten Sound war alles dabei. Der britische Sänger mit nigerianischen Wurzeln brachte internationale Klasse auf die Bühne. Er ist ein großer Geschichtenerzähler mit einer beeindruckenden Präsenz, die sich auf die ganze Band mit John Crawford (Piano), Guillermo Hill (Guitar). Thomas Kaefel (Drums), Patrick Scales (Bass) und Alfonso Garrido (Percussion) und auf das Publikum ausstrahlte.

Am Sonntag Abend erweckte die Stadtkapelle Blaubeuren vor vollem Haus viele „Heroes“ zu Leben. Von James Bond, über Winnetou, India Jones, Whitney Housten und vielen anderen war alles dabei. Die Musiker überzeugten auch in diesem Jahr mit ihrem Bigband-Sound.

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Sommerbühne der Kontraste

Die Sommerbühne ist mit einem kontrastreichen Programm in die 14. Spielzeit gestartet. Los ging es am vergangenen Freitag mit einem Charity-Konzert der besonderen Art. Siyou begeisterte mit ihrer Band und einem großen Gospelchor. Zu Überraschung der Besucher brachte sie Yasi Hofer und Hellmut Hattler mit, der seit über einem Jahr zum ersten Mal wieder auf der Bühne stand. „…als wäre nix gewesen: back to live!“ schrieb er danach auf seiner Homepage.

Wenn die Sommerbühne zur Tanzbühne wird

Am Samstag verwandelte die polnische Formation Bubliczki die Sommerbühne mit wildem Turbo-Balkan Brass in eine Tanzbühne. Schon nach kurzer Zeit hielt es fast niemanden mehr auf der Tribüne. Bubliczki überzeugte mit atemberaubenden Rhythmen und einer groovigen Brass-Sektion.

Satire pur

Mit bitterböser Satire verstand es Andreas Rebers am Sonntag meisterhaft, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern große politische Themen so lang zu bearbeiten, bis es weht tat. Kein Empörungskomiker sei gefragt, sondern der misstrauende Mensch. Dieser stelle die richtigen Fragen. „Wenn Du willst, dass etwas gut gemacht ist, mach es selbst“ so sein Credo.

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Mitreißende Tanz-Party und cooler Jazz am Blautopf

Abwechslungsreicher hätte das Jazz-Programm zum Abschluss der Sommerbühne am Blautopf nicht sein können. Während sich bei Pimpy Panda am Samstag ab der zweiten Hälfte des Konzerts die Tribüne leerte und die Sommerbühne zur mitreißenden Tanz-Party wurde, lauschten die Zuhörer am Sonntag aufmerksam den Bands “Klangwelle” und “Klangcraft.

Klangwelle überzeugte mit dem Saxophonisten Dieter Kraus, dem Jazz-Gitarristen Uwe Lange, dem Bassisten Michael Weigler und der jungen Vibraphonistin und Percussionistin Vanessa Porter. Beeindruckend war die viersätzige Komposition “Saxa Valla” des ägyptischen Komponisten Mohamed Basha, die vor zwei Jahren mit großer Orchesterbesetzung aufgeführt wurde. Zum ersten Mal erklang sie mir dieser kammermusikalischen Besetzung – eine Premiere am Blautopf.

Die Formation Klangcraft mit dem Schlagzeuger Hermann Kock, dem Bassisten Moritz Grenzmann, dem Pianisten Manuel Seng und der Sängerin Judith Erb präsentierte Titel ihren neuen Albums, das erst in den nächsten Wochen eingespielt wird. Beeindruckend waren auch zwei Titel von Prince, denen die Band ihre ganz eigene Note gab, vor allem der Song “Purple Rain” .

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Kabarett und jede Menge Boogie

Am vergangenen Freitag waren die feisten, Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017, zu Gast auf der Sommerbühne. Mit ihrem Hintersinn, ihrer charmanten Art und ihrer manchmal bitterbösen Ironie haben sie das Publikum begeistert.

Vom Blautopf zum „Blues Pot“

Pete York kam mit kleiner Besetzung an den Blautopf, den er kurzerhand zum musikalischen „Blues Pot“ machte. Der fast 75-Jährige zeigte, dass er noch immer zu den weltweit besten Drummern gehört. Christoph Steinbach „legte als Wirbelwind mit Einsteinfrisur ein irrwitziges Tempo in die Tasten“, so die Südwestpresse. Statt des „Paganini of the Harp“ präsentierte Pete York „the Pavarotti of the Sax – alias Stephan Holstein. Als ruhiger Pol des Trios spielte er wunderschöne Jazz- und Klarinetten-Soli. Er setzte musikalische Akzente, virtuos und souverän“ schreibt die Schwäbische Zeitung. Die Jazz-Sängerin Nina Michelle kam etwas zu kurz. Mit ihren langen blonden Haaren und in ihrem pinkfarbenen Kleid sah sie aus „wie eine Barbie-Puppe – ein echter Hingucker“ so die Schwäbische Zeitung weiter. „Ein verblüffender Kontrast dazu war ihre tiefe, rauchige Soul-Stimme: stark, schwarz, verrucht. Gern hätte man mehr davon gehört, doch die drei Männer spielten sich gegenseitig die Bälle zu.“

Kabarett mit den untertoenern

Lokales, Geschichtliches und auch den Bundestagswahlkampf brachten die untertoener am Sonntag mit. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten war ebenso ein Thema wie der neue US-Präsident. Mit einem vollgepackten Programm, das die Plagen des Alltags umfassend in Wort und Musik auf die Schippe nahm, brachten sie eine Melange aus kabarettistischen Szenen, Texten und Liedern auf die am Ende doch recht kühle Sommerbühne am Blautopf.

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Eberhard Fuhr
Öffentlichkeitsarbeit Sommerbühne